EVA SINDICHAKIS - PRESSE


Packend

Eva Sindichakis „Tohuwabohu"

München –

 

Die musikalische Steigerung während des 3. Paradisi Gloria-Konzerts in der Herz-Jesu-Kirche ist eklatant: ... Die spannendste Darbietung ist die Uraufführung der Komposition „Tohuwabohu" der Münchner Komponistin Eva Sindichakis für Chor und Orchester: sieben Teile nach Worten aus „Die fünf Bücher der Weisung", der deutschen Übersetzung der hebräischen Bibel. In den Klangfarben und Orchesterregistem ist die Musik spannend schattiert. Der Chor lotet alle Ausdrucksmomente aus. Flüstert. Schreit. Man hört eine völlige klangliche Verharrung, absolute Entfesselung, intelligente strukturelle Binnenbezüge. Ein großartiges Werk, packend interpretiert. Andreas Pempeintner, SZ München Juli 2012


...GRATULATION!

 

 Ja, mit Ernst und Pathos! Es stellt die große Form, der große Apparat ja einen Augenblick der Wahrheit dar, vor dem manche kuschen, in Überkommenes oder Gesuchtes flüchten, beides Irrwege. Du dagegen stelltest Dich der Herausforderung mit Ernst, Pathos, Leidenschaft, wie man deutlich merken konnte. Großartig! Dein Stück verlangt wirklich nach einem zweiten Hören mindestens, denn es beeindruckt ja vieles, fordert vieles, viele Ohren, mehr, als man so hat. Du hast jedenfalls, und ich muß das wirklich noch ausführlich schreiben, eine Schöpfung eigener Art zustandegebracht, die bunt und stark, wild und fromm, zart und schräg, textnah und Dir nah ist, die der Sprache die Krone fast geben zu wollen scheint, dann aber doch weiß, daß die Klangrede beides ist, sprechende Töne und tönende Sprache. Tänzerische Feierlichkeit, pastose und filigrane Effekte springen an, ohne überwältigen zu wollen, Gottes Eifrigkeit rührt an, vor allem da, wo sie in Hektik auszubrechen scheint, als werde er nicht fertig. Das ist mehr als Geschäftigkeit, da ist eine Panik zu spüren, ein Getriebensein, und das wirft Fragen auf, die durch Religion nicht einfach zu beantworten sind. ... Dr. Rolf-Bernhard Essig


Musik überwindet Grenzen und verbindet Menschen

Jung & aktiv im Tonkünstlerverband:

Die Komponistin Eva Sindichakis

(nmz) -

Die griechische Komponistin Eva Sindichakis ist in München geboren und entschied sich schon früh für einen harten Kurs. Sie studierte Klavier- und Kammermusik bei Gernot Sieber am Richard-Strauss-Konservatorium und absolvierte parallel den Magister für Musikwissenschaft, Neuere und Neueste Geschichte und Neogräzistik an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

 

Ein Artikel

von Andrea

Fink

 

Ausgabe:

4/2014 - 63.

Jahrgang

 

Es folgte ein Kompositionsstudium bei Wilfried Hiller in München, der sie als „große Hoffnung für die musikalische Zukunft“ bezeichnet. 2012 wurde „TOHUWABOHU“ für Chor und Orchester vom Münchner Rundfunksinfonieorchester unter Leitung von Anu Tali uraufgeführt. In diesem Jahr ist Eva Sindichakis als composer in residence zum Europäischen Musikworkshop in Altomünster eingeladen. Sie wird dort Komposition unterrichten und neben älteren Werken kommen auch zwei Uraufführungen zu Gehör. Für den diesjährigen International Marimba Festiva Congress und Competition, der vom 24.-26.04.2014 in Bamberg stattfindet, wurde ihr Stück „CHROMATA“ für Marimba solo als Pflichtstück ausgewählt. Mit

dem Marimba Festiva kehren Erinnerungen an ihre Zeit in Bamberg zurück. Sie erhielt in der mittelalterlichen Stadt vom Freistaat Bayern im Jahr 2006/2007 einen einjährigen Aufenthalt im Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia. „Musik verbindet Menschen“, sagt sie, „und kann ein Zusammengehörigkeitsgefühl schaffen.“ Ihre Werke werden von renommierten Persönlichkeiten aufgeführt. Dennoch ist ihr auch der Kompositions- und Klavierunterricht für Große und Kleine in ihrer kreativen Werkstatt zu Hause in München ganz wichtig.

 


Inspirierendes Konzert

„... Sehr emotional, ja gerade liebevoll – gerade in den warmen Umarmungsfiguren der Streicher – wirkte dann auch „Ultraschall 08052010“, doch spürte man bei Eva Sindichakis´ Komposition eine notwendige musikalische Entwicklung in der Gesten, Signale, kinderliedhafte Passagen, dumpfe oder harfige Klaviertöne ein Kleinstdrama ergaben...“ Rolf-Bernhard Essig zur Aufführung von „Ultraschall 08052010 “, Bamberg, Fränkischer Tag, 04./05.Juni 2011.


Eva Sindichakis erhält das Musikstipendium der Landeshauptstadt München 2010


Die Komponistin Eva Sindichakis verbindet in ihren Werken so unterschiedliche Pole wie Volks- und Kunstmusik, Tradition und Fortschritt, Rationalität und Emotionalität. Als in München geborene griechische Künstlerin gelingt es ihr zudem, die unterschiedlichen Wesenszüge zweier Kulturen gleichermaßen in ihr Werk einfließen zu lassen. Somit bezieht sie sich unweigerlich auf die Jahrhunderte alte kulturelle Vernetzung europäischer Kunst und stellt wichtige Rück- und Querbezüge her, die sie durch ihre Musik lebendig werden lässt. Ihre bisherigen Kompositionen überzeugten die Jury durch ihre unmittelbar sinnliche Erfahrbarkeit und ihre gleichzeitige konzeptuelle Klarheit, in der sich die verschiedenen Charakteristika ihrer heterogenen Ausgangspunkte verbinden. Deshalb empfiehlt die Jury einstimmig, Frau Sindichakis' Vorhaben „Genesis“, in dessen Vorbereitung sie sich intensiv mit byzantinisch orthodoxer Kirchenmusik auseinandersetzen möchte, um dann ein großes Werk für Solisten Chor und Orchester zu komponieren, durch ein Musikstipendium zu fördern.


Himmel, Dachdecker, Wunder und Sprichwörter
URAUFFÜHRUNGEN Das Dufay Ensemble singt vier traumhafte Kompositionen von vier Komponistinnen

"... Allen Kompositionen war eine schöne Freiheit anzumerken, die sich der Kenntnis von Regeln verdankt, die allein Spiel im eigentlichen Sinn erlaubt. Das war bei Eva Sindichakis besonders stark spürbar. Ihr Stück "Der Engel" nach dem Gedicht von Michail Lermontov für Chor, Gläser und Wind ist in Andenken an Limberis Larentzakis entstanden, ein seelenvolles, mutiges Werk, das den Gesang eines albanischen Dachdeckers organisch integriert in Windrauschen und singende Gläser, in polyrhythmische Textpassagen großer, vorwärtstreibender Energie, in gewagte, weil fast, aber nur fast maßlose Akkordauftürmungen und eine mächtige Pause. Lermontov beschreibt den Weg einer Seele auf die Erde und ihre unstillbare Eden-Sehnsucht, was Sindichakis traumhaft sicher in so hochemotionale, wohlgesetzte Töne verwandelte, dass der Himmel förmlich aufgerissen wurde, der Seele die Rückkehr zu bahnen...“

Rolf-Bernhard Essig, Fränkischer Tag vom 13.11.2007 zum Konzert des Dufay-Ensembles am 11.11.2007 in St. Elisabeth, Bamberg.

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Fesselndes Nachtstück
„....den Publikumspreis (1000 Euro und ein Blumenstrauß) errang Eva Sindichakis für ihr fesselndes Nachtstück «Nyx«, das seine Wirkung dem Gesang von Julia Rutigliono mindestens ebenso verdankt wie der Textwahl eines Rilke-Gedichts ...“

Reinhard Kalb, Nürnberger Zeitung, 15.4.2009


Joseph Beuys kann auch erklingen
Gesprächskonzert im Künstlerhaus mit Eva Sindichakis und Jürgen Seeger

Schwandorf. Irgendwie war es wie Hörfunk als Live-Fernsehen. In Anlehnung an eine erfolgreiche Sendereihe von Bayern 4 Klassik, präsentierten die Pianistin und Komponistin Eva Sindichakis und als Moderator Jürgen Seeger in der Kebbel-Villa ein Gesprächskonzert. Die Parallelen, auch in der Qualität, verwundern nicht.
"Unter dem Sternenhimmel" hieß das Motto der Matinee. „Joseph Beuys und sein schwarzer Raum" [...] erklang in selbstredend modernen Tonkaskaden, aber vollkommen logischer und nachvollziehbarer Struktur, überzeugend dargestellt von der Komponistin. Zwei Uraufführungen schlossen sich an: "Angeloi" ("Engel") nennt sich der Klavierzyklus von Eva Sindichakis, aus dem erstmalig die Einzelstücke "Ave" (Gruß des Engels"), basierend auf einer Sequenz aus einem gregorianischen Choral, und "Phos" ("Licht") gespielt wurden. Der Steinway - Flügel wurde bis in die tiefsten und höchsten Töne beansprucht, was er klaglos ertrug. Immerhin kamen diese Bereiche auch einmal zur Geltung, noch dazu in intelligent die extremen Lagen herausstellender Weise.(...). In diesem Sinne kann man das abschließend sehr feinsinnig gespielte Nocturne fis-moll op 48/2 von Frederic Chopin verstehen, sowohl als charakteristisch für den Schöpfer als auch für die Gattung der Nachtstücke verfasst. [...] Mehr Zuhörer hätte dieses Konzert durchaus verdient, diejenigen, die dabei waren, zeigten sich jedenfalls begeistert.

21.10.2008 – Der neue Tag - Oberpfalznetz Schwandorf


Große Dichtung schlicht und wahr gemacht
Premiere des Projekts "Romeo und Julia" in Offenburg

"Der Premierenabend am 21. Juli in der vollbesetzten Reithalle war vor allem großes Theater. Bewegend, voller packender und aufwühlender Bilder, unterfütternd mit der teils zarten, teils verstörenden Musik von Eva Sindichakis, mit großen Massenszenen und getragen von Schauspielern, die gewiss nicht perfekt waren, falls jemand  man auf die absurde Idee kommen sollte, Profi-Maßstäbe anzulegen. Schauspieler aber, die Präsenz hatten... Die Musik, gespielt vom Jugendsinfonieorchester und dirigiert von Rolf Schilli, ist hier eine Rhythmus-Orgie, gewalttätig, rücksichtslos, ohne Fröhlichkeit. Es ist das Fest, auf dem die Tochter des Hauses, Julia, ihren Zukünftigen, einen Grafen, kennen ... Dann reißt die Musik ab. Es bleibt ein Flirren der Violinen, sphärisch und ahnungsvoll, ein Glockenspiel plingt wie hergeweht – ausgesetzte Zeit und ausgesetzten Gewalt, in der sich Julia und Romeo, Spross der mit den Capulets verfeindeten Montagues, wie in Trance einander finden. Alles ist ausgeblendet, nur diese Magie existiert. Dann eine scheue Umarmung, drei Sekunden Ewigkeit – und die rhythmische Gewalt brodelt wieder ... Oder die große Straßenkampfszene ... Der Rhythmus der Schläge vermischt sich mit der peitschenden Bühnenmusik zur Kakophonie.  ... Die Ouvertüre wirft uns mit Tonreibungen und Pathos im Wechsel, mit großer musikalischer Geste in dieses Spiel ... Ganz, ganz großes, uneingeschränktes Bravo."

Robert Ullmann, Neue Musikzeitung, Oktober 2007 zur Premiere von Romeo und Julia in Offenburg am 21.07.2007

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Großangriff auf die Gefühle
Bewegende und mitreißende Premiere von "Romeo und Julia" in der vollbesetzten Reithalle

"Es war d a s Theaterereignis der Saison: die Premiere vom »Romeo und Julia«. Die Schüler der Eichendorff-Schule zeigten zusammen mit dem Jugendsinfonie-Orchester und Gymnasiasten des Oken-Gymnasiums eine bewegende Aufführung. Am Ende gab es minutenlangen Applaus und in persönlichen Gesprächen viel Lob. Was die Schüler der Eichendorff-Schule auf der Reithallenbühne am Samstag zeigten, war ein Großangriff auf die Gefühle. Mit ihrem Musiktheater Romeo und Julia erreichten die Hauptschüler alle Ziele des Projektes: Sie verwirklichten eine großartige Vorstellung und feierten den verdienten Erfolg ... Eva Sindichakis komponierte eigens für das Projekt eine Musik, die vor allem rhythmisch anspruchsvoll war. Feinfühlig untermalte das Jugendsinfonie-Orchester unter Leitung von Rolf Schilli die Theateraufführung: Nie drängten sich die Musiker in den Vordergrund und doch waren sie es, die aufkeimende Emotionen geschickt stützten und verstärkten. Sicher ist: Ohne das junge Orchester, das mit einem minimalen Platz zurechtkommen musste, hätte die Aufführung nur die halbe Strahlkraft gehabt."

Bettina Kühne, Mittelbadische Presse, Artikel vom 22.07.2007 zur Premiere von Romeo und Julia in Offenburg am 21.07.2007

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Raum und Zeit vergessen
NAHAUFNAHME Als Komponistin, Pianistin und Journalistin vermittelt Eva Sindichakis musikalische Botschaften.

"Aber Eva Sindichakis ist nicht nur Komponistin mit Herz und Seele....Komponieren ist die einzige Tätigkeit für mich, in der Zeit und Raum außer Kraft gesetzt scheinen. Nichts anderes spielt mehr eine Rolle. Und ich freue mich, wenn ein Ergebnis entsteht, bei dem die Zuhörer ebenfalls Zeit und Raum vergessen“

Petra Mayer, Fränkischer Tag vom 11.06.2007, Künstlerportrait.

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Über die Musik die Bilder stärker sprechen lassen

"...Auch wenn die beste Filmmusik angeblich die ist, die man nicht hört, lohnte es sich, auf die Umsetzung der Bilder in jene Musik zu achten, die Eva Sindichakis in enger Zusammenarbeit mit Natja Brunckhorst komponierte. Frauenstimmen, Marimba, Harfe und Streicher kamen, teils in minimalistischer Manier, zum Einsatz... Vieles wird über die Musik erzählt..."

Jürgen Grässer, Fränkischer Tag vom 12.01.2007 zur Eröffnung der 17. Bamberger Kurzfilmtage mit "La Mer" .

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